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Kontaktadresse
Elisabeth Staber Agape Österreich Bahnstr. 3/1/2 2351 Wr. Neudorf +43 (0) 699 134 12858 office@befreitleben.org |
Generalüberholung Stellt euch mal ein Auto vor: Es wurde gebraucht, es fuhr durch die Welt, aber niemand hat es genau angeschaut. Es funktioniert zwar noch, aber es ist nicht mehr das, was es einmal war. Der Lack ist an einigen Stellen abgestoßen, die Federung quietscht, der Motor zieht nicht mehr richtig. Es muss mal in eine große Generalüberholung. Ich erlebe befreit leben als Generalüberholung. Ich bin in Gottes Werkstatt, er hat mir bereits Verschalungsbleche abgeschraubt und da kommt einiges hervor, das mein Lebensvehikel bremst. Nun muss Gott mit dem großen Schraubenzieher, der Drahtbürste und der Flex die verrostete Karosserie, die verrotteten Kabel und jene Teile mit Stillstandschäden, die defekten Anzeigeinstrumente und die blinden Scheinwerfer ausbauen, ersetzen, in Gang bringen. Es tut weh, ich fühle mich nicht gut dabei, ich habe Angst vor all den verborgenen Schäden, die unter meiner glänzenden Lackschicht verborgen sind. Was kommt da noch alles hervor, was habe ich bereits alles zu Schrott gefahren, weil ich mit verkehrsuntauglichem Vehikel unterwegs bin? Kann man den Schaden noch flicken, hätte man nicht besser alles im Verborgenen gelassen, man sieht es von außen ja nicht, mit Spachtel, Lack und Polierpaste kann man ja vieles vertuschen. Mein Lebensvehikel fährt ja noch, anderen geht es ja viel schlechter...................................................... Aber ich weiß, dass eines Tages der ganze Schrotthaufen zusammen brechen wird, Lack und Blech mögen dem bohrenden Schraubenzieher Gottes nicht standhalten. Einmal wird es zu spät sein, dann wird mein zusammengeflicktes Lebensvehikel zusammenbrechen, eingestampft, auf den Schrottplatz gestellt. So möchte ich trotz all der Angst, dem Schmerz und der Ungewissheit Gottes Generalüberholung machen lassen. Ich möchte die Flex zulassen sowie Gottes Drahtbürste, die den Rost und Dreck abkratzt, akzeptieren, IHN machen lassen. Ich freue mich auf jenen Tag, an dem ER das Garagentor aufstößt und die Sonne sich auf meiner frisch lackierten Karosserie spiegelt, mein Lebensmotor kraftvoll anspringt und Er mich gebrauchen kann als Werkzeug für sein Reich, nicht nur notdürftig geflickt, sondern neu gemacht, ohne Spachtel professorischem Klebeband und überstrichene Rostbeulen. Aber der Weg ist weit, hilf mir dabei, oh Gott, mein Vater. Markus Furter |
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